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Leistungsbewertung

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Das, was vereinbart ist, wird bewertet 

In der Methode Lernen mit Zielen werden zwischen Lernbegleiter und Lernpartner klare Ziele vereinbart. Über die Erwartungen, die beide Seiten mit der Zielerreichung verbinden, werden Kriterien für den Leistungserfolg aufgestellt. Diese sind Grundlage der Leistungsbewertung. Es gilt als unstrittig, dass in der Bewertung des Lernerfolges die im Vorfeld vereinbarten Lernziele anhand der vorher festgelegten Kriterien bewertet werden. Dieses Vorgehen unterstützt die Herausbildung einer realistischen Selbsteinschätzung beim Lernpartner. Dies zählt zu den Schlüsselkompetenzen, wie sie im Bildungsvertrag vereinbart sind. 

Kompetenzen trainieren 

Veraltete Schulrituale, wie die Fokussierung auf bloße Orthographie und eine schöne Handschrift, behindern die Entwicklung der im Bildungsvertrag vereinbarten Schlüsselkompetenzen, da sie den Schwerpunkt von den erwünschten kreativen Denkleistungen auf das formale Nachweisen von kurzfristig gespeichertem Wissen verschieben. So kann es in der Wissensgesellschaft nicht mehr darum gehen, einzelne Wörter auswendig buchstabieren zu können. Denn die Zukunft braucht Menschen, die über die Kompetenz verfügen, Sinnzusammenhänge und eigene Gedanken in inhaltsreichen Texten mit Unterstützung von technischen Hilfsmitteln sprachlich richtig auszudrücken.

Hilfsmittel kompetent benutzen

Zum Nachweis jeder Leistung ist die Verwendung von Hilfsmitteln wie Duden, Rechtschreibprogrammen, Nachschlagewerken, Internet etc. ausdrücklich erwünscht, da die sinnvolle und zielgerichtete Verwendung solcher Hilfsmittel eine Schlüsselkompetenz darstellt.

Individuelle Leistungsnachweise ermöglichen

Die Methoden und Systeme des individuellen Lernens implizieren, dass niemals eine ganze Klasse am gleichen Tag zur gleichen Zeit eine Kompetenz erreicht. Deshalb ist die veraltete Form des Klassentests für selbstorganisiertes Lernen und individuelle Lernmethoden, wie z.B. die Portfoliomethode, nicht geeignet.

Jeden anhand seiner Stärken fördern

Die moderne Hirnforschung geht davon aus, dass Menschen nur dann gut lernen, wenn sie motiviert sind, sich wohl fühlen und mit Selbstbewusstsein ihren eigenen Lernweg gehen können. Wir folgen bei der Bewertung unserer Lernpartner diesen Erkenntnissen, indem wir Leistungsnachweise so gestalten, dass der Lernpartner den Nachweis entsprechend seiner bereits vorhandenen Kompetenzen und anknüpfend an seine Stärken erbringen kann. 

Leistungen bewerten, nicht Fehler 

Fehler werden als vergnügliche und notwendige Ressourcen für selbstständiges Lernen verstanden. Ohne Fehler gibt es kein Lernen. Es muss deshalb so bewertet werden, dass die Risikobereitschaft zum Fehlermachen erhalten bleibt. Fehler zeigen den Lernbedarf auf. Aus den Fehlern, die Lernpartner bei ihren Lernbeweisen machen, leitet der Lernbegleiter sein weiteres Vorgehen ab.

Noten als Qualitätsnachweis

Wir benoten stets die Qualität eines Lernbeweises. Es kann erst dann benotet werden, wenn die Kompetenz erworben wurde. Leistungen von Lernpartnern, die noch auf dem Weg zum Kompetenzerwerb sind – ihr Ziel also noch nicht erreicht haben –, können nicht benotet werden. Die Benotung kann erst dann erfolgen, wenn mindestens die unterste Stufe des Kompetenzerwerbs „Wiedererkennen und Wiedergeben des Gelernten" erreicht wurde.

Schüler ab der Jahrgangsstufe 2 erhalten Noten zusätzlich zur verbalen Beurteilung ihrer Lernbeweise durch die Lernbegleiter.

Zeugnisse

Zu jedem Schulhalbjahres- und Schuljahresende erhalten die Schüler ein verbales Zeugnis, in dem ihre Bildungserfolge und fachlichen Leistungen aus Sicht der Lernbegleiter beurteilt werden. Das Zeugnis versteht sich als ein direktes Feedback an die Schüler und enthält ab Jahrgangsstufe 2 zusätzlich zur verbalen Beurteilung auch die Noten.